Schnack auf Zack
  Ohne dich
 
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Ohne dich…

 

Die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages blinzeln durch die Jalousie unseres Schlafzimmers und zaubern ein Muster auf die Bettdecke. Ein besonders vorwitziger Lichtstrahl scheint mir direkt in mein Gesicht. Ich gähne und verlagere meinen Kopf ein Stück zur Seite.

 

Mein Blick ruht auf dir. Ich kenne keinen anderen Mann, der so lange Augenwimpern hat wie du. Dicht und seidig wirken sie auf mich. Dein Atem geht ruhig und gleichmäßig. Ich seufze und genieße diesen Moment.

Du bist unrasiert, die Bartstoppeln lassen dein Gesicht nach meinem Empfinden weicher wirken. Grinsend erinnere ich mich an den Anfang unserer Beziehung, als ich ständig Rötungen und sogar Hautfetzen im Gesicht hatte, nur weil du mal wieder unrasiert mit mir geschmust hattest. Auf Dauer gewöhnt man sich eben an fast alles, und Reibung schafft ja bekanntlich auch Wärme.

 

Amüsiert beobachte ich, wie du im Halbschlaf mit deiner rechten Hand nach mir suchst. Das ist eine Angewohnheit von dir, die ich lieb gewonnen habe. Mit einem leisen zufriedenen Stöhnen bleibt deine Hand einen kurzen Augenblick auf meiner linken Brust liegen. Du wendest dich mir zu und deine Finger zeichnen die Konturen meiner Brust nach.

 

Ich strecke mich, so dass meine Schulter knackt. Erschrocken öffnest du die Augen. Dein Arm zieht mich an dich heran. Ich spüre, wie du an meinem Haar riechst. Ein Laut des Wohlbehagens kommt aus deinem Mund, und ich muss grinsen.

 

„Es ist so schön aufzuwachen, und dich bei mir zu haben.“ Flüsterst du mir ins Ohr. „Wenn es dich nicht gäbe, dann müsste ich dich erfinden, ich weiß nur nicht, ob ich genügend Phantasie dafür hätte.“

Ich grummele etwas Unverständliches vor mich hin und du reagierst darauf mit einem schmunzeln. Ich werde noch näher an dich herangezogen. Dein Atem geht jetzt schwerer und ich kann auch deutlich fühlen, warum.

 

„Ich mag den Sommer, weil du dann nackt schläfst.“ Nuschelst du heiser in meine Halsbeuge. Dein Atem kitzelt mich, ich drehe mich zu dir. Meine Lippen finden deine, und ich schmecke deine Erregung.

„Ohne dich wäre ich nicht das, was ich bin.“ Flüstere ich zurück. Jedes weitere Wort ist überflüssig.

 
   
 
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