Schnack auf Zack
  Lust auf Lust
 
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Lust auf Lust

 

Ich bin müde und wollte eigentlich schon lange zu Hause in meinem Bett liegen und schlafen. Nur Lena zuliebe bin ich geblieben. Ich weiß, wie scharf sie auf Lars ist. Den ganzen Abend sind die beiden umeinander herum geschlichen. Jetzt tanzen sie endlich zusammen. Ich beobachte sie von der Bar aus, während ich mich an meinem Glas Wasser festhalte. Daniel und ich grinsen uns an.

„Himmel, das hat aber auch wirklich gedauert, oder?“ Er nimmt einen tiefen Schluck Cola-Rum. Ich werde ihn heute nach Hause fahren müssen, so viel steht fest.

„Ja, den ganzen Abend“, bestätige ich und beobachte die beiden weiter. Sie scherzen und scheinen sich blendend zu verstehen. Lars Hand liegt auf Lenas Hüften. Als der Song von einem anderen abgelöst wird, sehe ich die beiden in Richtung der Toiletten verschwinden.

„Denkst du auch das, was ich denke?“ Daniel sieht mich fragend an. „Dann können wir doch endlich nach Hause fahren, oder?“ Er sieht müde aus.

„Lass mich noch eben nach Lena sehen, okay?“

Daniel seufzt. „Bitte mach’ schnell.“

 

Ich gebe ihm einen leichten Kuss auf den Mund und will mich von ihm lösen, doch er hält mich fest. Sein folgender Kuss braucht keine weiteren Worte, ich weiß jetzt ganz genau, warum er schnell mit mir nach Hause möchte. Er schafft es noch immer, mich atemlos zu machen. Mein Atem geht schwer als er mich endlich freigibt. Sein Blick geht mir durch Mark und Bein und meine Hand sucht den Autoschlüssel in meiner Hosentasche. Leise klirren die Schlüssel aneinander.

 

Sein Atem streift die empfindliche Wölbung meines Halses. Ich drehe mich von ihm weg, so dass er seitlich hinter mir steht. Er umschlingt mich mit seinen Armen und ich lehne mich an ihn. Besitz ergreifend zieht er mich wieder näher an sich heran.

„Wenn wir nicht bald hier loskommen, werden wir eine Menge Zuschauer haben.“ Flüstert er mir leise glucksend ins Ohr. Seine Zunge fährt wie zufällig über mein linkes Ohrläppchen und ich zucke zusammen. Er weiß ganz genau, wie sehr er mich erregt. Ich atme schwer.

„Lass uns gehen“, drängte ich. Jetzt hat er mich definitiv so weit, dass ich möglichst schnell mit ihm nach Hause möchte. Daniel lacht leise und schiebt mich aufreizend langsam vor sich her. Als wir fast an der Tür sind, kommt uns erst Lars und gleich danach Lena entgegen.

„Lena, wir gehen jetzt“, teile ich ihr mit.

„Ja, wir haben noch einen intimen Termin“, gibt Daniel provozierend Auskunft. Ich stoße ihm mahnend meinen Ellenbogen in die Seite. Lars lacht.

„Dann ab mit euch.“ Lars hat seinen Arm um Lena gelegt. „Ihr braucht euch um Lena keine Sorgen zu machen. Sie steht unter meinem persönlichen Schutz.“

„Na, das ist ja sehr beruhigend.“ Daniels Stimme klingt ironisch.

Lena drückt meine Hand zum Abschied. „Viel Spaß“, flüstert sie mir ins Ohr, „Ich wünschte, mich würde mal ein Mann so verliebt ansehen, wie Daniel dich.“ Sie seufzt verzückt. Ich verdrehe grinsend die Augen und zwinkere ihr zu, während Daniel mich nach draußen zieht.

 

Die Nacht ist warm und sternenklar. Ich beeile mich so sehr, zum Auto zu kommen, dass Daniel kaum hinterher kommt. Bevor ich einsteigen kann, hält er mich am Arm fest und hindert mich daran. Er drückt mich mit dem Rücken gegen den Kotflügel und küsst mich erneut.

„Ich bin nicht sicher, ob ich mich beherrschen kann, bis wir zu Hause sind“, informiert er mich zwischen zwei Küssen, „hast du schon einmal Sex im Auto gehabt?“ Lachend bleibe ich ihm die Antwort schuldig und lasse mich erwartungsvoll auf den Rücksitz fallen.

 
   
 
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