Schnack auf Zack
  Die Befreiung
 
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Die Befreiung

Sandra zuckte zusammen, als die Haustür geöffnet wurde. Nervös fuhr sie sich mit den Fingern durchs Haar, strich eine der widerspenstigen Strähnen hinters Ohr und goss sie heißes Teewasser auf. Sie war angespannt, lauschte, trotzdem hörte sie ihn nicht kommen. Plötzlich wurde ihr Kopf mit einem Ruck nach hinten gerissen. Der Wasserkocher entglitt ihr, fiel polternd zu Boden. Ihr Mann packte sie an den Haaren und zog sie hinter sich her ins Schlafzimmer.
Es gelang Sandra, keinen Laut von sich zu geben, sie wusste, wenn sie schrie, machte ihn das nur noch wütender.
Er warf sie aufs Bett, war sofort über ihr. Sein Gesicht war eine ausdruckslose Maske, nur seine Augen glitzerten kalt. Ihr Gesicht hingegen war angstverzerrt. Bewegungslos blieb sie unter ihm liegen.

Daniel lächelte, weidete sich an ihrem Anblick, dann zerriss er ihre Bluse und befreite sie in gleicher Art und Weise von ihren restlichen Kleidungsstücken, bis sie nackt vor ihm lag. Noch immer wagte Sandra nicht, sich zu bewegen. Körperlich war sie ihm ohnehin unterlegen, und die Zeiten, in denen sie sich trotzdem gegen ihn gewehrt hatte, waren lange vorbei.
„Schlampe!“, brüllte Daniel sie an. Er öffnete seine Hose.
Sie biss auf die Zähne, als er in sie eindrang, verkrampfte die Hände im Bettlaken. Es ging nicht schnell und erforderte all ihre Willensanstrengung, nicht zu schreien. Als er endlich kam, war ihr Körper ein einziger Schmerz. Schwer lag Daniel auf ihr. Sandra hatte Mühe, Luft zu holen. Ihre Rippen waren gerade erst verheilt, sie konnten dem Druck seines Körpers kaum standhalten. Endlich rollte er sich von ihr herunter. Daniels zufriedenes Grinsen ließ Sandra erschaudern.

„In etwa einer Stunde kommen die Jungs zum Kartenspielen“, sagte er kalt. „Ich will, dass du das kurze schwarze Kleid mit dem tiefen Ausschnitt trägst, das ich dir geschenkt habe.“ Er atmete entspannt aus. „Und mach uns etwas zu essen, hörst du?“ Seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu.
Was war nur aus ihr geworden? In diesem Moment hasste sie ihn mehr, als sie ihn fürchtete und fasste einen Entschluss.
„Hast du nichts zu tun?“, herrschte Daniel sie an.
Sandra rappelte sich auf, versuchte die Schmerzen zu ignorieren. Bloß keine erneuten Schläge riskieren. Sie riss sich zusammen.
„Und weck mich rechtzeitig!“, hörte sie noch, als sie das Schlafzimmer verließ.

Das heiße Wasser der Dusche beruhigte sie etwas, doch so dreckig, wie sie sich fühlte, würde eine einfache Reinigung nicht reichen. In ihr weiches Handtuch eingewickelt, wischte sie den Spiegel sauber, betrachtete sich lange. Ihr entschlossener Gesichtsausdruck erstaunte sie. So hatte sie sich lange nicht mehr gesehen.
Lächelnd zog sie sich an, nicht das schwarze Kleid, sondern Jeans und T-Shirt. Auf nackten Füßen ging sie in die Küche und nahm das scharfe Fleischmesser aus der Schublade.

 

 
   
 
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