Schnack auf Zack
  Befreit
 
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Befreit

„Verzeihst Du mir?“

„Ich habe Dir schon so oft verziehen, ich bin müde. Ich habe das Gefühl, dass Du mich betrügst, sobald ich Dir den Rücken zukehre. Eine Beziehung, in der ich kein Vertrauen zu meinem Partner haben kann, ist für mich keine Beziehung mehr.“

„Bitte verzeih’ mir, sie hat mir nichts bedeutet.“

„Dann hättest Du es lassen sollen. Ich hätte mehr Respekt vor Dir, wenn Du mir sagen würdest, dass es ein einmalig schönes Erlebnis war und Du es nicht bereust. So fühle ich mich noch mehr erniedrigt als ohnehin schon. Du betrügst mich mit einer Frau, die Dir nichts bedeutet. Warum? Welchen Sinn hat das? Musst Du Deinen Marktwert immer und immer wieder testen?“

„Männer sind nun einmal so.“

„Nein, Du bist so.“

„Bitte, ich versuche mich zu ändern. Für Dich, denn ich weiß doch, was ich an Dir habe. Ich liebe Dich.“

„Das kann ich Dir nicht mehr glauben. Wenn man liebt, dann verhält man sich nicht so wie Du es tust. Stell Dir einmal vor, ich würde Gleiches mit Gleichem vergelten. Wie würdest Du wohl reagieren?“

„Ich würde toben, schreien, mit Geschirr werfen, aber ich wäre garantiert nicht so ruhig, wie Du es jetzt bist.“

„Nun, ich habe mittlerweile Routine.“

„Du bist sarkastisch.“

„Ja, und weißt Du was?“

„Nein, was?“

„Es tut mir gut. Ich fühle mich befreit, weil ich endlich weiß, was ich tun muss. Was ich schon lange hätte tun sollen.“

„Ich würde alles für Dich tun, wenn Du mir nur noch dieses eine Mal verzeihst.“

„Ich verzeihe Dir, aber es ist zu spät, es hat keine Bedeutung mehr. Ich liebe Dich nicht mehr und ich danke Dir dafür, denn es macht mich unangreifbar gegen alles, was Du tust. Ich bin von Dir befreit. Und das ist ein irre gutes Gefühl!“

 
   
 
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